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5 Mythen rund um Photovoltaikanlagen

Zahlreiche Mythen kursieren rund um Photovoltaikanlagen. Eine Photovoltaikanlage ist zu teuer, ist nicht umweltfreundlich und produziert nur im Sommer bei schönem Wetter Energie. Doch was steckt hinter diesen Mythen? Wir haben uns 5 Mythen vorgenommen und räumen mit diesen auf.

Mythos #1: Eine Photovoltaikanlage produziert nur bei strahlendem Sonnenschein Energie

Zwar produzieren Solarmodule bei wolkenlosem Himmel mehr Energie als bei bewölktem Wetter, jedoch arbeiten die Geräte auch bei ungünstigen Wetterbedingungen. Durch das hervorragende Schwachlichtverhalten der Module wir bei jedem Wetter genügend Strom produziert. Im Sommer beträgt die Einstrahlung der Sonne bei klarem Himmel bis zu 1000 Watt pro m², bei leichter bis mittlerer Bewölkung 300 bis 600 W/m². Aber selbst, wenn es stark bewölkt ist, kann die Einstrahlung der Sonne immer noch etwa 200 W/m2 betragen. So auch im Winter, wobei hier zusätzlich erwähnt werden muss, dass die Module positiv auf die tieferen Temperaturen reagieren. So wird der Wirkungsgrad der Module im Winter durch die tiefen Temperaturen optimiert.

Mythos #2: Solarenergie ist gar nicht umweltfreundlich

Es besteht der Irrglaube, dass die Ressourcen und die graue Energie durch Produktion, Transport, Lagerung und Entsorgen so umweltschädlich sind, dass eine Photovoltaikanlage schlecht für die Umwelt ist. Jedoch zeigt eine Studie des Fraunhofer Institut vom März 2020, dass eine Photovoltaikanlage 10 mal mehr Energie erzeugt, als bei der Herstellung benötigt wird. Zusätzlich wird die graue Energie, die entsteht spätestens nach 2 Jahre durch die CO2 Entlastung der Solaranlage ausgeglichen. Bei einer Lebensdauer von etwa 20 Jahre wird klar, dass die Entlastung der Umwelt stärker wiegt als die Belastung während der Produktion.

Mythos #3: Eine Photovoltaikanlage ist zu teuer und nicht rentabel

Die Installations- und Materialkosten sind in den vergangenen Jahren gesunken. Zusätzlich übernimmt der Bund und die Kantone 25% der Investitionskosten durch Förderbeiträge. Vor allem im Hinblick auf die immer weiter steigenden Energiekosten lohnt sich eine Photovoltaikanlage, um die Stromkosten zu senken. Energie, die nicht selbst verbraucht wird, kann ins Netz eingespeist werden und wird zusätzlich vergütet.

Mythos #4: Solarmodule enthalten giftige Substanzen und sind nicht recyclebar

Solarmodule bestehen hauptsächlich aus Glas, Aluminium, Silizium und Metallen wie Kupfer und Silber. Schädliche Substanzen wie Blei oder Selen können zwar in tiefen Lagen der Module enthalten sein, jedoch nur in sehr kleinen Mengen. Dies ist zu vergleichen mit den Substanzen, die wir ebenfalls in unseren Computern und Mobiltelefone haben.  Der grösste Teil der verwendeten Materialien sind wiederverwertbar nur lediglich 10% müssen verbrannt werden, wie beispielsweise die enthaltenen Kunststoffe.

Mythos #5: Dächer mit Solaranlagen sind hässlich

Klar ist, Geschmäcker sind verschieden. Es gibt aber mittlerweile diverse individuelle Lösungen, die die Optik der Photovoltaikanlagen jedem Geschmack anpassen lassen. So gibt es elegante, komplett schwarze Module auf dem Markt. Auch die Grösse und Anordnung der Module kann optimal ausgewählt werden.